Die Mär vom Billigflieger
Veröffentlicht am April 21, 2008
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Von Frankfurt nach London für 17 Euro, von Köln aus sind es 8 Euro. Selbst die unerfahrenen Passagiere wissen mittlerweile, dass dies nur die halbe Wahrheit ist. Hinzukommen kommen nämlich noch diverse Steuern und Flughafengebühren. Doch damit nicht genug. Die Billig-Airlines versinken mittlerweile in ihren Kosten und versuchen, dem Kunden das Geld an anderer Stelle zu entlocken. Mit durchaus fragwürdigen Methoden. So erhebt Ryanair eine Rollstuhlgebühr für alle Passagiere von fast 12 Euro, auch von denen ohne Rollstuhl. 8 Euro werden fällig, wenn man sich einchecken lassen will. In meinen Augen besonders dreist! Bei Easyjet verlangt man 22,50 Euro für die Platzreservierung. Der Koffer kostet weitere zusätzliche 15 Euro. Davon ist in der schönen, bunten Werbung natürlich kein Wort zu hören oder zu lesen. Es sei denn, man hat die Lupe sofort parat, um in 10 Sekunden das Kleingedruckte auf dem Bildschirm zu identifizieren.
Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat in ihrer gestrigen Ausgabe anhand eines Testflugs vier Billigflieger mit dem Tarif der Lufthansa verglichen. Und schau an. Die Lufthansa war auf dem Weg von Köln nach London die günstigste. Für knapp 100 Euro war man reif für die Insel. Absoluter Knaller: AirBerlin verlangt 182 Euro auf der gleichen Strecke, wenn man die Zusatzgebühren berücksichtigt. Dazwischen lagen GermanWings mit 125 Euro, Ryanair mit 136 Euro und Easyjet mit 158 Euro.
Abzocke ist das nicht. Aber günstig ist anders!

