Nebelkerzen II
Veröffentlicht am August 5, 2008
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Ver.di-Chef Bsirske hat angekündigt, seine umstrittenen Freiflüge in den Urlaub nun zu bezahlen. Das dies nur ein geschicktes Ablenkungsmanöver ist, blieb auch der FDP nicht verborgen. FDP-Generalsekretät Dieter Niebel warf Bsirkse vor, er versuche nun, „mit einer Art Ablasshandel aus seinem Interessenkonflikt herauszufinden”.
Denn als Aufsichtsratsmitglied werden einem durchaus zu Recht gewisse Privilegien eingeräumt. Dass bei einer Fluggesellschaft wie der Lufthansa der Freiflug in den Urlaub dazugehört, ist jetzt nicht besonders verwunderlich – und auch nicht verwerflich.
Das wahre Problem von Frank Bsirske ist auch nicht der Freiflug gewesen. Es ist sein Interessenskonflikt. Dieser wurde spätestens dann deutlich, als seine eigene Gewerkschaft gegen die Interessen des Konzerns handelte und den Streik ausrief.
Der Plan, diesen Interessenkonflikt mit einer Einmalzahlung von einigen Tausend Euros zu vernebeln, ist gründlich danebengegangen. Zumindest einige Politiker scheinen das Spielchen nicht mitmachen zu wollen.

