Kein Anschluss unter dieser Nummer
Veröffentlicht am November 11, 2008
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Erst vor kurzem hatte ich mal wieder Zeit, mich um meine Kommunikationsstruktur daheim zu kümmern. Seit Jahren bin ich treuer und zufriedener ISDN-Kunde mit T-DSL-Anschluss. DSL-1000 nennt sich das, glaube ich. Leider war mein Traum von einem schnelleren Anschluss bald ausgeträumt. Mehr Bandbreite stehe nicht zur Verfügung. Dabei wohne ich in einem Neubaugebiet, das erst vor zehn Jahren neu verkabelt wurde.
Mein Kumpel bei der T-Com, der die Verkabelung damals hier mitgemacht hat, erzählte mir gestern im Vertrauen, dass aus Kostengründen nur Kabel mit niedrigem Querschnitt (3,5mm) verlegt wurden. Doch schon damals wurden Warnungen über unzureichende Bandbreite von den Mitarbeitern laut – geflissentlich überhört natürlich. Angeblich führt dies mittlerweile zu erheblichen Mehrkosten bei der Anbindung von Firmenkunden, weil nun jedes Mal so eine Art “Verstärker” notwendig ist.
Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter hat da auch keinen Sinn. Die letzte Meile gehört der T-Com. Also bieten auch Arcor & Co. nicht mehr Bandbreite an. Mehr Geld würden sie aber alle gerne nehmen.
Vielleicht als Kabelkunde? Nein Danke! Die Aussicht auf IP-Telefonie begeistert mich schon seit Jahren nicht wirklich. Die letzten c’t-Berichte bezüglich Sprachqualität, Risiken und Verfügbarkeit von Notrufnummern motivieren nicht wirklich.
Den Rest gab mir heute der Eintrag auf elementarteile.de. Da sperrt man mittlerweile Festnetznummern, weil diese Services anbieten. Besonders gefällt mir das folgende, satirische Zitat von O Tempora, O Mores:
Wahrscheinlich werden sie Ihre AGBs bemühen, und daran festhalten, dass die Telefonnummer 04018881000 keine normale Festnetznummer ist, sondern eine Mehrwertdienstnummer (Weil man ja einen Mehrwert hat, wenn man dort anruft. Wie ist das eigentlich beim Pizzaservice?).
Also bleibt alles beim Alten. Dumm nur, dass hier in der Gegend so richtig Gutverdienende wohnen, denen es wohl genauso geht (u.a. Hr. Koch). Die werden Ihr Geld auch weiterhin für andere Dinge ausgeben – wie ich!
PS: Zu der Geschichte gibt’s mittlerweile auch ein Update

