Arbeiten im Gaza-Streifen

Veröffentlicht am January 12, 2009
unter Politik | Comments Off

Bereits letzte Woche hatte ich über die zynischen Äußerungen der israelischen Außenministerin Livni geschrieben. Nun berichtet die Tagesschau über die sowohl innen- als auch außenpolitische Isolation der Kadima-Spitzenkandidatin.

Doch gleich im Nachgang legt Livni noch einen oben drauf:

Ich habe hart gearbeitet, damit die Armee an jedem Tag, der vergeht, weiterarbeiten kann, ohne dass es eine Entscheidung gibt.

Mit anderen Worten: sie hat bewusst und mit großen Anstrengungen auf diplomatischer Ebene eine Einigung verzögert, damit die israelische Armee mehr Häuser zerbomben kann, damit Gaza weiterhin von Hilfslieferungen blockert wird, damit mehr unschuldige Menschen sterben. Denn genau dies konnte man mehr als ausreichend in den Medien in den letzten Wochen hören. Die Offensive der Armee ist, was ihr Ziel anbetrifft, ein kompletter Fehlschlag. Die sogenannten “Kollateralschäden” stehen also in keinerlei Verhältnis zu den Zielen. Und diesen offensichtlichen Massenmord betrachtet Fr. Livni als “Arbeit”.

PS: Mehr zur Propaganda des israelischen Außenministeriums findet sich beim Spiegelfechter oder bei Duckhome.

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