Frieden
Veröffentlicht am August 6, 2009
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War gestern durch Zufall bei einer Reportage auf dem ZDF hängengeblieben. Es drehte sich unter anderem um die natürlichen Resourcen im Nahen Osten. So kommt zum Beispiel fast das gesamte Süßwasser der Region aus dem Fluss Jordan, der den Golan-Höhen entspringt. Dieser Umstand wird im Übrigen auch im Zusammenhang mit dem 6-Tage-Krieg genannt. Damals plante Syrien wohl eine großangelegte Wasserentnahme, die Israel und angrenzenden Staaten ein Großteil des Wassers entzogen hätte. Das Ergebnis kennen wir.
Heute gewinnt Israel ca. 13 Prozent seines Trinkwassers aus dem Mittelmeer. Der weitaus größere Teil wird jedoch aus dem Jordan entnommen und teilweise über Hunderte Kilometer im Land verteilt. Allein 80 Prozent des Wassers des Jordans werden durch Israel auf diese Weise abgezweigt. Die Hälfte des verbleibenden Wassers entnimmt Jordanien. Verbleiben gerade mal 10 Prozent des Quellwassers, das für die gesamte (!) übrige Region zur Verfügung steht.
Und was macht Israel mit all dem Wasser? Zwei Zahlen sind mir in diesem Zusammenhang besonders im Gedächtnis haften geblieben. Einem Palästinenser stehen pro Tag ca. 45 Liter Wasser zur Verfügung. Einem Israeli ca. 230 Liter. (Quelle)
Wer Frieden im Nahen Osten will, wird sich auch dieser Frage widmen müssen.

