Einsicht? Fehlanzeige!
Veröffentlicht am September 29, 2009
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Müntefering trat nach dem Wahldebakel zurück. Verständlich. Immerhin hatte er die Strategie des Wahlkampfes zu vertreten. Statt auch auf die Minister Zypries, Schmidt, Gabriel und Steinbrück zu setzen, wurde eine lahme Ein-Mann-Show geboten. Dabei haben die genannten durchaus Ansehen in der Bevölkerung – wenn auch in unterschiedlichem Maße.
Nun also die Wahl des Fraktionsvorsitzenden. Steinmeier machte das Rennen, obwohl er die Fraktion schon Sonntagabend mit seiner Ankündigung, Oppositionsführer zu werden, vor den Kopf stieß. Ein wenig mehr Selbstreflektion hätte dem Noch-Vizekanzler und der Fraktion gut zu Gesichte gestanden. Nun bin ich ohnehin nicht gut auf Frank-Walter Steinmeier zu sprechen, aber die Weigerung, Verantwortung für das Debakel zu übernehmen, zeugt von Überheblichkeit und Ignoranz. Steinmeier war das Gesicht des SPD-Wahlkampfes. Den Wählern wurde geradezu eingeimpft, dass SPD und Steinmeier gleichbedeutend sind. Demzufolge ist das desaströse Ergebnis der SPD auch das Ergebnis der Person Steinmeier.
So wird das erstmal nichts mit der Erneuerung und Neuorientierung.

